Das Ensemble Ad Fontes spielt von Jean-Marie Leclair (1697–1764) «Première et deuxième recréation de musique». Das Ensemble Ad Fontes spielt Jean-Marie Leclairs «Première et deuxième recréation de musique». Jean-Marie Leclair (1697–1764) gehört zu jener Generation französischer Musiker, deren Laufbahn mehrere Künste verband. Zunächst beruflich als Tänzer tätig, wandte er sich später ganz der Violine zu und wurde zu einem der bedeutenden Geigenvirtuosen seiner Zeit. Die «1ère und 2ème Récréation de musique» erschienen posthum. Der Titel lässt sich weniger als ‘Erholung’ denn als ‘Neuschöpfung’ verstehen. Die Werke folgen der zu Beginn des 18. Jahrhunderts gängigen Triosonaten-Praxis in Form einer Suite mit Tanzsätzen, sind jedoch im galanten Geschmack ihrer Zeit zugleich von zeitgenössischen, insbesondere italienischen Elementen wie Fugensätzen geprägt. Wie bei barocken ‘Tanzsuiten’ üblich, sind diese Sätze nicht zum tatsächlichen Tanz bestimmt. Die Tänze tragen zwar ihre charakteristischen Affekte, werden jedoch als konzertante Musik verstanden – vergleichbar mit Bezeichnungen wie Largo oder Cantabile, die weniger auf Bewegung als auf musikalischen Ausdruck zielen. Gespielt vom Ensemble Ad Fontes mit Anne Simone Aeberhard (Blockflöten), Mojca Gal (Violine), Niels Pfeffer (Zupfinstrumente). Künstlerisches Ziel des Ensembles ist es, durch tiefgehende Auseinandersetzung mit historischer Aufführungspraxis eine musikalische Sprache zu entwickeln, die gleichermaßen von stilistischer Authentizität wie von Spontaneität, Ausdruckskraft und erzählerischer Freiheit geprägt ist. Die Mitglieder von Ad Fontes verstehen Alte Musik als lebendiges Kulturerbe, das durch kreative Interpretation auch für ein heutiges Publikum unmittelbar erfahrbar und berührend bleibt.
Quelle: solothurn-guidle-events ↗ · auch auf Eventfrog ↗
